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Wie emotional bist du?

  • Autorenbild: Eva
    Eva
  • 28. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Wusstest du, dass ich aus deinem Chart herauslesen kann, ob du eher emotional oder eher rational angelegt bist? Ob du mehr in der Vergangenheit hängst und diese nur schwer loslassen kannst, ob du zukunftsgerichtet bist oder jemand bist, der eher im Moment lebt?


Ich bin jemand, der eher auf der logischen Seite verankert ist: Rationalität, Fakten, Daten – das mag ich. Zu viele Emotionen – ganz ehrlich, da bin ich ab einem gewissen Punkt überfordert, weil ich für mich da nichts mehr herausholen kann.




Wohl weiß ich aber mittlerweile, dass andere Menschen genau das brauchen um zu ihrer Klarheit zu gelangen: nämlich immer wieder die selben Probleme durchgehen, immer wieder die Vergangenheit hochholen, immer wieder auf´s neue in alte Gefühle eintauchen. Ich möchte dann gerne sagen: “Schau doch mal nach vorne. Wo möchtest du denn hin, wo möchtest du in 5 Jahren stehen?“

Aber heute weiß ich, dass das für viele Menschen wichtig und richtig ist.



Darum hab ich aufgehört in Therapie zu gehen

Genau bei diesem Thema, habe ich auch aufgehört in Therapie zu gehen. Es ist schon etwas her, aber das ewige Reden über Gefühlslagen und das Analysieren der Vergangenheit war mir irgendwann zu anstrengend, denn ich wollte doch in der Zukunft leben und lernen, wie ich das am besten anstelle. Vermutlich bin ich deshalb auch dann bei Coachs und Mentoren gelandet, die genau diesen Fokus hatten: Ein klarer Weg den ich gehen, ein Ziel das ich ansteuern konnte, inkl. Fahrplan zum neuen Ich.


Ich hab nichts gegen Therapie, ich finde es sogar sehr wichtig und sinnvoll sich professionelle Hilfe zu holen. Auch ich habe durch Therapie viel gelernt. Aber ab einem gewissen Punkt war das einfach nicht mehr das Richtige für mich, weil es sich anfühlte, als würde ich nur auf der Stelle treten.


Warum ich nicht gefühlskalt bin, auch wenn ich manchmal so wirke


Ruhiger Bergsee

Durch Human Design durfte ich lernen, dass ich ein undefiniertes Emotions-zentrum habe.

Das bedeutet, dass meine Gefühlslage wie ein ruhiger Bergsee vor mir liegt, da tut sich also eher wenig. Vorausgesetzt ich bin alleine. Ich geh selten tauchen in meinem ruhigen Gefühlssee, ich sitze lieber am Rand und beobachte.

Aber manchmal kommt da jemand und wirft Steine in meinen See, Steine in Form von starken Gefühlen die derjenige mitbringt. Und dann kommen sie, die Wellen. Gefühlswellen die jemand anderes verursacht und die – wenn ich nicht achtsam bin – über mich hereinbrechen und mich einfach mitreißen.


Oft schon habe ich gehört: Ich wäre gefühlskalt, unnahbar, zu wenig empfindsam. Wer mich kennt weiß, dass ich anders bin, aber ja, ich tendiere zur Rationalität und Lösungsorientiertheit und die wirkt manchmal eben kühler als ein hitziger Gefühlsausbruch.


Ich kann mich nicht reinfallen lassen in diese tiefe Gefühlswelt, in das Drama, das Leid – ja nicht einmal in die überschießende Freude, weil mich diese starken Emotionen verschlingen und ich so schwer da wieder rauskomme. Ich bin ein ganz schlechter Gefühlswellenreiter kann ich euch sagen. Da bleibe ich lieber (energetisch) auf Abstand, damit ich meinen ruhigen See länger genießen kann. Und irgendjemand muss ja einen kühlen Kopf bewahren, oder?


Das alles heißt aber nicht, dass ich mit meinem undefinierten Emotionszentrum nichts fühle. Ich fühle nur anders. Weniger dramatisch. Weniger explosiv. Eher still und klar.



Es braucht beides: Rationalität & Emotionalität

Ich möchte betonen, dass weder das eine noch das andere gut oder schlecht ist. Es braucht beides: Menschen mit starke Gefühlen, Menschen die sehr tief fühlen und die gesamte Palette an Emotionen kennen. Und Menschen, die Ruhe bewahren, die diese Stürme begleiten können und auch inmitten des Sturms das Licht am Horizont sehen.


Es braucht Verständnis füreinander, aber auch Verständnis für seine eigene Energie, damit jeder bei sich bleiben kann, um seinen Teil in dem Ganzen beitragen zu können: Tiefe Emotionen oder rationale Klarheit.


Es gibt Menschen, die durch Gefühle Klarheit finden, weil sie Emotionen durchleben müssen. Und es gibt Menschen wie mich, die Klarheit durch Ruhe, Abstand und Reflexion gewinnen.


Human Design hat mich dieses Verständnis gelehrt. Und das ist meiner Meinung nach das schönste Geschenk durch Human Design: Dass wir uns selbst wieder ehrlich spüren und mit Gleichmut in Verbindung mit anderen Menschen gehen können.

 
 
 

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